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Natürliche Rohstoffe für die Wärmegewinnung

Miscanthus (sinensis) Energie der Zukunft

Miscanthus ist eine mehrjährige, schnellwachsene C4-Pflanze. Sie ist als Biomasselieferant interessant, weil der Massenzuwachs der Pflanze weit über dem von Getreide oder sonsti-
gen Energiepflanzen hinausgeht. Der Anbau soll auf guten Böden in Körnermaislagen mit guter Wassrversorgung erfolgen.

Hackschnitzelheizung und Trommelhacker, Pelletsheizung mit Pellets und Pellet, Biomasseheizungen von Heizomat und Gilles - Döpik Umwelttechnik in Stadtlohn im Kreis Borken aus NRW

Miscanthus im Sommer

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Miscanthus vor der Ernte


Pflanzzeit Mitte April bis Mitte Mai

Von April bis Mai sollten gesunde, kräftige Rhizome (1Stück pro m²) in 5 bis 10 cm Tiefe gepflanzt werden. Wichtig ist anschließend ein guter Bodenschluss.

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Die Gesamtkosten pro Hektar betragen für Rhizome und Pflanzen etwa 2000 Euro. Bei 20-jähriger Nutzung ergeben sich Pflanzkosten von rund 100 Euro je Hektar.

Düngung und Pflanzenschutz

Im Pflanzjahr hacken bzw. eine chemische Unkrautbekämpfung (wie bei Mais) durchfüh-
ren. Falls nötig auch noch im 2.Jahr, dann ist keine Pflege mehr notwendig, da die abfal-
lenden Blätter den Boden bedecken.

Der Düngungsbedarf ist Ertragsbezogen relativ gering, da ab mitte September ein Großteil der aufgenommenen Nährstoffe in das unterirdische Wurzel-Rhizomsystem rückverlagert wird. Auf guten Standorten dürfte eine Düngung von 30-50 kg N/ha ab dem 8.Standjahr sinnvoll sein.

Ernte im April/Mai

Miscanthus wird im April/Mai mit einem reihenlosen Maishäcksler geerntet. Das Häckselgut mit unter 20 % Wassergehalt und einem Gewicht von ca. 110 kg/Srm muss trocken, das heißt, überdacht oder in Folie gelagert werden.

Einmal pflanzen - jährlich ernten

2,23 Kilo Miscanthus ersetzen einen Liter Heizöl

Hoher Ertrag ab dem 3. Standjahr

Der Trockenmasseertrag beträgt im zweiten Jahr ca. 5000 - 7000 kg/ha. Im 3. und den Folgejahren werden Erträge von 15.000 bis 22.000 kg/ha erzielt. Eine Nutzungsdauer von 20 - 25 Jahren erscheint aus heutiger Sicht als realistisch.

Für eine Bestandsauflösung wird nach der letzten Ernte die Fläche mit einem Grobgruber bearbeitet. Anschließend werden die Rhizome gefräst. Austreibende Rhizomstücke müssen dann - z.B. mit Round up - abgespritzt werden.

Lange Nutzungsdauer - geringe Kosten

Bei 18 Vollertragsjahren und einem Kostenaufwand von ca. 2800 Euro/ha (ohne Erntekosten) entstehen jährliche Kosten von etwa 200 Euro/ha.

Für die Nutzung zur thermischen Verwertung betragen die Kosten bis zur Lagerstätte etwa 600 Euro/ha.

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Miscanthus bei der Ernte


Verwertung als Heizmaterial

Der Heizwert von 2,23 Kilo Miscanthus ersetzt einen Liter Heizöl. Ein Hektar Miscanthus-Anbaufläche entspricht dem Ersatz von ca. 6000 - 8000 Liter Heizöl. Bei der Verbrennung von Miscanthus ist bei einem geringeren Ascheschmelzpunkt mit einer höheren Schlacke-
bildung zu rechnen.

Das Heizomat-Ascheaustragungssystem mit Kettenrostentaschung beugt diesen Nachteil der Schlackebildung weitesgehend vor. Die Zudosierung von 1% Kalk beugt der Schlackebildung ebenso vor.

Stroh

Moderne landwirtschaftliche Betriebe brauchen heute, auch mit großen Vieh-
beständen, kaum noch Stroh. Daher wird das Getreidestroh beim Dreschen häufig nur gehäckselt und als Humusbringer eingefräst.

Zu Pellets gepresst, lässt sich Stroh auch in modernen Biomasseheizungen gut ver-
brennen. Aus dem "Abfall" wird ein preis-
werter Energieträger!

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Stroh


Getreide

Es wird Energiekorn genannt und speziell für die Energieerzeugung angebaut. Im Ver-
gleich zu Miscanthus ist der Ertrag allerdings wesentlich geringer und die Energieaus-
beute nicht ganz so hoch.

Ob die Verbrennung von Energiekorn wirtschaftlich sinvoll ist, hängt nicht zuletzt von den Getreidepreisen auf dem Weltmarkt ab. Derzeit wird Getreide außerdem immer noch als Nahrungspflanze subventioniert.

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Getreide

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Weizen


Kurzumtriebshölzer

Neben Miscanthus werden in Zukunft die schnellwachsenden Hölzer wie Weide oder Pappel als Brennstoff an Bedeutung gewinnen. Auf landwirtschaftlichen Flächen kultiviert, können die so genannten Kurzumtriebshölzer mit speziell ausgerüsteten Häckslern "geerntet" werden. Mit den Hackschnitzeln können Biomasseheizungen über Schneckenaustragung automatisch beschickt werden.

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Holzmaterial

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Hackschnitzel (von G30 bis G100)

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Holzpellets / Industriepellets


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Sägemehl

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Sägespäne


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